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Vom CMS zur Static Website

Ja, ich plane ein oder zwei meiner Projekte von CMS auf Static Websites umzur├╝sten.

K├╝rzlich hatte ich unverschuldet pl├Âtzlich ├ärger mit einem Webhoster. Nie wieder m├Âchte ich mich so ausgeliefert f├╝hlen! Mir graute vor einem Umzug mit einem datenbankgebundenen CMS. Dabei war mir schon l├Ąnger klar, dass f├╝r meine heutigen Sachen ein CMS eigentlich ├╝berkandidelt ist.

Nach einiger Suche und einer Fehlinvestition in passendes Werkzeug ist mir eingefallen, dass mein hei├č geliebtes ZIM so etwas doch vielleicht auch k├Ânnte.

Zim ist n├Ąmlich nicht nur eine praktische Notizbuchverwaltung, sondern dank der Funktion "Exportieren in HTML" auch ein Generator f├╝r statische Webseiten.

F├╝rs Exportieren ist nat├╝rlich wichtig, dass man sich vorher Gedanken ├╝ber die Verzeichnisstruktur macht, damit sp├Ąter die Bilder ├╝berhaupt angezeigt werden.

Bei genauerem Hinsehen, stellte ich mir besorgt die Frage: "Sollte man ├╝berhaupt einen Webseitengenerator verwenden, der keine Alt-Angabe erm├Âglicht?"

Inzwischen habe ich heraus gefunden, wie man die vermisste Alt-Angabe so hinzu f├╝gt, dass ZIM sie akzeptiert und korrekt in HTML mit ├╝bersetzt. Bilder einbinden ist somit die einzige Situation, etwas direkt im Quelltext zu notieren.

Sandkasten f├╝r 16:9

Ehe ich meine Projekte von CMS auf Static Websites umr├╝ste, wollte ich das ganze lieber erst noch in einem Sandkasten n├Ąher erproben. Dazu braucht man Inhalte. Also nahm ich u.a. meine Notizen zu Hardware und Ubuntu.

Und voilà Netzrose war mein Nick, als ich vor 22 Jahren das WWW betrat. Nett, dass die Domain gerade jetzt frei geworden war.

Seit 15 Jahren hatte ich mich nicht mehr mit HTML etc. befasst. Man hat sein CMS oder einen HTML-Editor und sucht sich in einem riesigen Angebot ein Theme aus, das man noch ein wenig individualisiert. - So l├Ąuft das doch meistens. Bei mir war das nicht anders.

Fachfrau bin ich also nicht. Trotzdem reizte mich, wenigstens einmal auszuprobieren, die Darstellung anders zu machen. Heutzutage wirken Webseiten anfangs verhei├čungsvoll wie Adventskalender. Und wenn man ein T├╝rchen auf macht, also einen der Anri├čtexte weiter lesen m├Âchte, dann kommt die Entt├Ąuschung.

Themes machen auf "responsive" und "mobile first" aber sie vernachl├Ąssigen r├╝cksichtslos unseren breiten Desktopmonitor!

Bekannt ist, dass man besonders breite Zeilen schlechter lesen kann. Also m├╝ssen f├╝r ein Seitenverh├Ąltnis von 16:9 entsprechende L├Âsungen gefunden werden.

Keine L├Âsungen sind,

neben dem Artikel:

  • Rechts und links massenhaft freien Platz verschwenden (Man kann seinen Monitor schlie├člich nicht mal eben hochkant stellen)
  • oder - noch schlimmer: mit ablenkendem Zeug voll stopfen, das nicht zum Inhalt geh├Ârt.

Realisation

Klar, dass spaltenweise Flie├čtext und daneben auch noch das "schwere" Men├╝, befremdlich wirken. W├Ąre es oben dr├╝ber, w├╝rde es die Fl├Ąche f├╝r den Inhalt noch mehr in die Breite gedr├╝ckt.

Solch eine Aufteilung ist man einfach nicht gewohnt.

Mir gef├Ąllt es. Und ich bin froh, dass ich mich da so durchgebissen habe. Als Handy-Verweigerin war das schon ein kleiner Kampf, beim Themen die kleinen Gr├Â├čen und ggf. schlechtere Leitungs├╝bertragung mit zu bedenken und nicht einfach meinen Zweck (16:9) durchzuziehen.

Das Ergebnis k├Ânnte besser sein, wenn nicht nur f├╝r den Ausdruck, sondern auch f├╝r den Screen entsprechende Anweisungen offiziell verbindlich w├╝rden.
Denn nat├╝rlich sind Schusterjungen, Hurenkinder oder eine ├ťberschrift am Spalten-Ende nicht das Gelbe vom Ei.

Aber vielleicht soll das ja auch so sein, dass Surfen f├╝r Desktop-User m├Âglichst unattraktiv ist?
Geschenkt. Schnell wieder runter mit dem Alu-Hut.

Vielleicht kann dieser Sandkasten ein kleiner Anstubser sein, sich einmal genauer mit ZIM als HTML-Generator zu befassen und m├Âglicherweise sogar in Erw├Ągung zu ziehen, damit zu publizieren. Muss ja eigentlich nicht sein, dass wir unsere B├╝hne - das freie WWW - so v├Âllig dem Kommerz ├╝berlassen.

- Themes lassen sich schlie├člich ├Ąndern.
- Oder man nimmt ein Anderes.
- oder man macht sich ein Eigenes.

Hauptsache ist, dass ankommt: ZIM kann mehr, als man vielleicht dachte.

Mit netzrose.de dr├╝cke ich insbesondere den Machern von ZIM, Ubuntu und SelfHtml meinen Dank und meine Wertsch├Ątzung aus.

Aber im Moment ist das inhaltlich noch eine unvollst├Ąndige Kladde. Bitte um Geduld, dass vieles noch nicht fertig ist.