🕒 Management

Hier beim Selbstmanagement geht es um unsere Kompetenz, Reales und Digitales "unter einen Hut" zu bringen, Gewohnheiten zu ĂŒberprĂŒfen und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden.

FrĂŒher war der Begriff "Multitasking" faszinierend und durchweg positiv besetzt.

Man fĂŒhlt sich allerdings - wenn man dann mal "runter kommt" - besonders ausgelaugt und braucht lĂ€nger, um sich zu erholen.
Obendrein wÀre das Ergebnis weniger fehlerbehaftet, hÀtte man die Aufgaben nacheinander getan, statt parallel.

Das bedeutet: man hetzt sich ab und gleichzeitig verbaut man sich damit Gelegenheiten, zufrieden, oder gar stolz auf Geleistetes zu sein.

Wer unkonzentriert ist, wird natĂŒrlich auch leichter zum Opfer fĂŒr FakeNews und Clickbaiting. Neben Routine, sind also auch Zeit und Konzentration wichtig fĂŒrs Informationsmanagement.

Das Ziel, das ich mit Selbstmanagement verfolge, ist: möglichst viel Zeit, Zufriedenheit und LebensqualitĂ€t gewinnen. Das ist mir inzwischen ĂŒberraschend gut gelungen.

Beruf und Familie, eigene LebensumstĂ€nde, Gepflogenheiten, Technik und WWW stagnieren nicht. Es lohnt sich, Erfahrungen und Gewohnheiten im Umgang mit PC und WWW öfter mal auf den PrĂŒfstand zu stellen und ggf. Konsequenzen zu ziehen.

Damit werden gute Voraussetzung angebahnt fĂŒr das eigentliche Selbstmanagement, wenn es gilt, sich individuelle Ziele zu stecken und geeignete Erfolgskontrollen einzubauen.

Mein bester Tipp betrifft ĂŒbrigens die Webbrowser.

Nebenher Radio hören?

Warum denn nicht? Radio (Stream) beispielsweise, höre ich durchaus nebenbei, schalte es aber nicht mehr gedankenlos automatisch ein, sondern nur, wenn es passt.

Das laufende Radio sorgt meist fĂŒr eine leicht gehobene Grundstimmung, die einem erleichtert, Pflichtaufgaben zu erledigen. Solche Aufgaben erfordern i.d. Regel nicht die höchste Konzentrationsstufe.
WĂ€re das Radio nicht an, wĂŒrde ich aus Unlust schneller dem Drang nach irgendeiner Ablenkung on- oder offline nachgeben. Damit wĂ€re die Arbeit jedoch nur aufgeschoben und der Frust auf sie wĂ€schst.
Ich nutze das Radio prĂ€ventiv zur Emotionsregulation. Einerseits hebt Musik die Stimmung, andererseits beugen kurze RadiobeitrĂ€ge einem GefĂŒhl der Isolation vor, falls man im Raum alleine. Mit Radiohören kontrolliere ich dem Fluchtimpuls, bzw. beuge ihm vor.

Dagegen mache ich es aus, wenn ich etwas lesen möchte. Insbesondere RadiobetrĂ€ge hemmen Aufnahme und VerstĂ€ndnis des Gelesenen. Man mĂŒsste Passagen wiederholt lesen.

Bin ich am TĂŒfteln, dann ist meist tiefe Nacht. Nicht wegen LĂ€rm, sondern weil ich dann nicht zu fĂŒrchten brauche, unterbrochen zu werden. Nachts ist das Radioprogramm sowieso ruhiger gestaltet, sodass es gerne an sein darf. Kann natĂŒrlich vorkommen, dass ich es phasenweise gar nicht wahr nehme. Macht ja nichts. Das Radio hat mich offensichtlich jedenfalls nicht gestört, sonst hĂ€tte ich es ausgeschaltet.

Programme haben ein X

Rechner hoch fahren, Browser und eMailprogramm starten und so blieb das bis ich den Rechner aus machte.
Damit nahm die situative Fremdbestimmung ihren Lauf und spÀt nachts lag ich enttÀuscht im Bett, weil ich mal wieder nicht das geschafft hatte, was geplant war.

Behindern vielleicht meine Gewohnheiten eine zweckmĂ€ĂŸigere Steuerung der Gedanken und Fokussierung auf das Wesentliche?

Wie hat sich diese Gewohnheit eigentlich entwickelt?

FrĂŒher dauerte es ewig, bis der Rechner hoch fuhr. Jedes Programm brauchte ebenfalls einige Zeit, bis es zur VerfĂŒgung stand.

Heute ist es kein Problem mehr, mehrere Programm geöffnet zu haben. Geht der Überblick verloren, kann man sich z.B. bei Ubuntu einfach weitere ArbeitsflĂ€chen verschaffen und zwischen ihnen hin und her switchen.

Aber, die offenen Programme können auch mit diversen Meldungen ablenken. - Ja auch ohne Meldung, einfach durch ihre Dienstbereitschaft können sie locken und die Flucht in die Zerstreuung erleichtern.

Inzwischen sind Programme ruckzuck geöffnet, sodass man sie eigentlich nicht stĂ€ndig auf haben mĂŒsste.
Ihre Fenster haben ein X, einen Schließen-Button. Und den gebrauche ich inzwischen mehr, als frĂŒher.

Diese Konsequenz hatte auch Einfluss auf Wahl und Einsatz der verwendeten Software.

Umgang mit Updates

Es gibt notwendige Dinge, die - auch unplanmĂ€ĂŸig - getan werden mĂŒssen: Updates fĂŒr Rechner oder die jeweiligen CMS der Internetauftritte beispielsweise. Sie sind wichtig und fĂŒr sie lasse ich buchstĂ€blich alles stehen und liegen. Denn Updates machen meist Anwendungen sicherer und beseitigen Fehler.

Wenn es gerade passt, versuche ich allerdings, vorzugreifen. Dazu starte ich von mir aus Abfragen manuell.
FrĂŒher konnte sein, ich schrieb einen Kommentar, sah nebenher ein VideoTutorial und wĂ€hrend dessen Vorspanns rief ich gedankenlos den Statusbericht eines CMS auf.
Gut, wenn die Meldung kam, dass alles aktuell wÀre.
Wehe wenn ausgerechnet dann die Meldung kam, dass fĂŒr Drupal ein Kernupdate anstand. Denn da sind doch einige konzentrierte Handgriffe nötig auf die ich aktuell gar nicht gefasst bin.

Ebenso am Rechner. Besser, ich lasse schon mal vor Ablauf eines Turnus prĂŒfen, ob fĂŒr die eine oder andere Software Updates vorliegen, wenn die meisten Programme geschlossen sind und ich also etwas Luft habe.
Stecke ich mitten in einer grĂ¶ĂŸeren Sache, kĂ€men Updates sehr ungelegen.


Selbstmanagement - Weitere Maßnahmen

Andere Dinge lassen sich gezielter einteilen um Aufmerksamkeit fĂŒr die wichtigen Dinge (Fokussierung) zu gewinnen.

Hauptwerkzeug ist mein ZIM Notizbuch. Ich muss nicht mehr erst ĂŒberlegen, wo ich eine Info ablege, bzw. wo ich sie wohl spĂ€ter vemutlich suchen wĂŒrde.
Das Notizbuch ist ĂŒbersichtlich, praktisch und hat eine schnelle Suchfunktion.

Kennt man doch: Eben ist einem ein Vorgang noch völlig klar und logisch, warum also erst noch notieren? - Ja, den Ablauf trotzdem aufzuschreiben, das erfordert ein wenig Disziplin.
Doch die Zeitersparnis spĂ€ter ist immens. Wie oft war ich schon froh, wenn ich auf eine kleine Anleitung zurĂŒck greifen konnte fĂŒr Dinge, die selten anfallen, oder ich durch Erfahrungen gewarnt wurde, wie man etwas besser nicht macht.
Solch eine Notiz muss nicht aus viel Text bestehen.
Ein passender Screenshot (Bidschirmfoto) ist schnell gemacht und eingebunden.
Auch ein Screencast (mit dem Bildschirmrekorder) ist schnell aufgenommen und kann einem Schreiberei ersparen.

Und weil ZIM sich auch als guter Webseitengenerator entpuppt hat, werden die entsprechenden Auftritte als eigene NotizbĂŒcher betrieben.
Welches das jeweilige Standartnotizbuch ist, lĂ€sst sich variabel, je nach Projektphase, leicht festlegen und zusĂ€tzlich bringt mich ein MenĂŒ im Panel zum gewĂŒnschten Notizbuch

Um mich dann aber nicht gedanklich zu verlieren und zwischen den NotizbĂŒchern zu switchen, weil mir gerade was Wichtiges eingefallen ist, nutze ich Notiz-Zettel.

Zuerst habe ich ein Sicherheitskonzept fĂŒr den Rechner erarbeitet. Viel Zeit und sehr viel Arbeit sind mir schon durch allerhand Crashs verloren gegangen. Heute weiß ich, manchen Crash hĂ€tte ich vermeiden können und auf manchen hĂ€tte ich mich besser vorbereiten können.
Jetzt lÀuft tÀglich ein Backup meiner persönlichen Daten und Aufzeichnungen
Und wöchentlich gibt es ein Backup meiner Installationsumgebung.

Eine weitere Handlung in die neue Richtung war, den Kalender aus dem eMailprogramm heraus zu lösen.
Schließlich bin ich autark und lĂ€ngst nicht jeder Termin, nicht jede geplante Aufgabe ist mit Kontakten zu anderen Personen verknĂŒpft.
Das Mailprogramm wird nur noch dann gestartet, wenn ich auch dazu bereit bin. - Also zu lesen und zu antworten. Sonst mĂŒsste ich die Mails ja zwei mal lesen.
Ob Behörden oder Firmen, bei den wenigsten ist wirklich der Anspruch befriedigt, dass innerhalb weniger Minuten oder Stunden geantwortet wĂŒrde. Warum soll ich als Einzelperson also stĂ€ndig in den Startlöchern stecken, zu reagieren?

Die Umgewöhnung ging leicht. Ich starte das Mailprogramm inzwischen ein oder zwei mal tÀglich, wenn ich wirklich auch Zeit zu reagieren habe.
Spam stört mich dann weniger. Wer mich kontaktiert, bekommt konzentriertere Antworten als frĂŒher.

Dann wĂ€re da noch das leidige Thema Briefe schreiben, fĂŒr das ich mir endlich eine simple Möglichkeit eingerichtet habe.

Sollte mir sonst noch eine Sache einfallen, die sich verbessern lÀsst, werde ich sie hier nachtragen.


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