­čĆć Erfolg - Geld

Selbstmanagement ist zweckm├Ą├čig, wenn man f├╝r seine Ma├čnahmen auch Ziele setzt und den Erfolg der geplanten Strategien kontrolliert.

Gerne glaubten wir als Kinder, dass man den Erfolg der Arbeit am Geld messen k├Ânne.
Als Erwachsene ist angekommen, dass genau so wichtig ist, rechnen zu k├Ânnen und vor allem braucht man Talent und Bereitschaft, "sich zu verkaufen".

Geld ist nicht alles entscheidend und spielt hier nicht die Rolle, die man vermuten w├╝rde.

Information unbezahlbar?

Als das WWW sich Ende des letzten Jahrtausends zu entwickeln begann, versuchten einschl├Ągige Verlage zun├Ąchst, Wissen nur gegen Geld im Abo zug├Ąnglich zu machen.

Das Beste, was meiner Meinung nach passieren konnte, war daher 2001 die Gr├╝ndung der Wikipedia.

Darin liegt allerdings generell in unserer Kultur "der Hund begraben".
Wir m├Âchten f├╝r Informationen - als Grundlage zum selbst├Ąndigen Denken und Handeln - kein Geld ausgeben.
Wir sind aber gerne stolz auf unsere damit erst m├Âgliche weitere Leistung.

Beispiel: Wenn User durch meine Tutorials mit ihrer Strickm├╝hle stricken gelernt haben, sind sie nat├╝rlich auf sich selbst "stolz wie Oskar".
Sie vergessen, dass es dazu meine Leistung brauchte, da ihre Gebrauchsanweisung fehler- und l├╝ckenhaft war.

Unkostenbeteiligung

Eine Nummer kleiner, als Bezahlung f├╝r Arbeit, w├Ąre die Hoffnung auf Unkosten-Beteiligung.

In den Anf├Ąngen kostete Surfen noch viel Geld. Bei minuti├Âser Abrechnung kam man leicht monatl. auf 1.000,- DM.
Verst├Ąndlich, dass man doch wenigstens seine Unkosten f├╝r die Bereitstellung von Content oder guter Unterhaltung bestreiten k├Ânnen wollte.

Per Werbung?

Analog zu den zwei, drei Anzeigen von Sponsoren mit denen man den Druck eines Vereinsblattes finanzierte, konnte man sich bald mit seiner Webseite bei Agenturen zu bewerben. Damals wurde noch f├╝rs Einblenden von Werbebannern bezahlt - und zwar durchaus korrekt.

Heute gibt es eher einen sehr gro├čen Einspielungsdienstleister f├╝r Werbung. Er vermarktet und steuert die Einspielung selbst akquirierter Werbung des eigenen Netzwerkes und Anzeigen vieler weiterer Werbenetze.

Nicht "bezahlt" wird man f├╝r die st├Ąndig einger├Ąumte Gelegenheit, Daten attraktiver User zu sammeln.

Bezahlt wird nicht mehr f├╝r die Einblendung, sondern f├╝r den Klick und das ist Usern nicht zu vermitteln.

Weil der Dienstleister m├Ąchtig ist, kann er sich erlauben, mit seinen "Partnern" unkorrekt umzugehen. Die Entstehung des Klickpreises ist intransparent.

Die Auswahl der Motive ist zwar nicht m├Âglich, aber nicht der Werbende tr├Ągt f├╝r unattraktive Werbung die Konsequenz, sondern derjenige bekommt sie zu sp├╝ren, der Platz daf├╝r anbietet.

Das bedeutet auch: Wer ordentliche Inhalte bietet, so dass User sich nicht so leicht durch Werbung weg lotsen lassen, hat keinen "Erfolg".

Zus├Ątzlicher Aufwand

Da tappt man wom├Âglich in die Falle, wenn man denkt: je mehr User, desto gr├Â├čer die Chance auf Klicks.

Man kann an den Inhalten feilen, damit sie m├Âglichst weit vorne in den Suchergebnissen der Suchmaschine erscheinen.

Bekannte Strategien sind Bilder, rei├čerische ├ťberschriften und deftige Anri├čtexte f├╝r eigens dazu breit ausgewalzte Texte.
Denn man formuliert
- f├╝rs "Geld verdienen"
- und nicht "lese-freundlich" (kurz und aktiv).

Man zieht Texte in die L├Ąnge. So kann man sie auf mehrere Seiten verteilen, als vorgeschriebene Garnitur zwischen den neu generierten Werbefl├Ąchen.

Man kann Fachleuten dieser Branchen glauben, deren Angebote konsumieren, viele Fachbegriffe lernen, Statistiken w├Ąlzen und an der Grenze von Glaubw├╝rdigkeit und Legalit├Ąt balancieren.

Man kann auch regelm├Ą├čig ├╝ber viele St├Âckchen springen. Seinen Auftritt auf Verdacht komplett umarbeiten, wenn so ein Suchmaschinenriese mal wieder seinen Algorithmus umstellt.

Man muss sich in den g├Ąngigen kommerziellen Sozialen Netzwerken umfassend engagieren, um sie als "Linkschleuder" zu nutzen.

In all den Jahren ist nie der Fall eingetreten, dass meine Unkosten vollst├Ąndig abgedeckt werden konnten. Egal, wie viel zus├Ątzlichen t├Ątigkeitsfremden Aufwand ich f├╝r korrekte Platzierungen in den Suchergebnissen betrieben hatte.
Der Spielraum ist n├Ąmlich minimal, wenn man sich mit seinem Projekt weiterhin identifizieren k├Ânnen m├Âchte.

Provision

Eine weitere M├Âglichkeit ist, "Partner" zu werden und passend zu seinen Themen bei entsprechenden Handelsplattformen geeignete Artikel zu suchen und auf der eigenen Webseite zu pr├Ąsentieren.
Das mag bei dem einen oder anderen auch funktionieren.

Der zus├Ątzliche Aufwand daf├╝r, sollte nicht untersch├Ątzt werden.

Keine L├Âsung ist diese Mitfinanzierungsm├Âglichkeit z.B. f├╝r Themen, bei denen Artikelwerbung im Internet nicht erlaubt ist, oder wo es um Konsumkompetenz geht.

Auszahlungsbarriere

Bei all diesen Finanzierungsm├Âglichkeiten ist auch die regelm├Ą├čig sehr hohe Auszahlungsbarriere zu beachten.

Wenn manchmal der Klickpreis nur 2 oder 3 Cent einbringt, dann k├Ânnen Google und andere ununterbrochen mindestens ein Dreivierteljahr User ausspionieren, bis die Grenze von 70 ÔéČ erreicht ist.
Ab 50 ÔéČ scheint sich die Zeit besonders in die L├Ąnge zu ziehen. Als "Platzanbieter" w├╝rde man ab dieser Schmerzgrenze das derart sauer verdiente Geld ungern dem Giganten einfach schenken.

Bei anderen Systemen kann es schon mal passieren, dass der Beworbene verschwunden ist, ehe die Auszahlungsgrenze endlich erreicht wurde.

Und jede Einbindung ist gleichzeitig eine werbende Best├Ątigung f├╝r solch ein Finanzierungsmodell, nach dem ja viele Ausschau halten.

Auf Fairness setzen

Fr├╝h gab es im WWW auch schon Bestrebungen f├╝r fairen Umgang mit Leistung. Eine der ersten Plattformen war der A-Fair-Service.
2004 wurde das Projekt eingestellt. Es folgten immer mal wieder Anl├Ąufe unterschiedlichster Akteure, doch letztendlich ist es "alter Wein in neuen Schl├Ąuchen".

Fair verh├Ąlt sich der "Schwarm" regelm├Ą├čig h├Âchstens gegen├╝ber einem Platzhirsch. Andere, die sich dem Modell anschlie├čen, schauen in die R├Âhre oder m├╝ssen sich zus├Ątzlich m├Ąchtig verausgaben.

Dieses zus├Ątzliche Verausgaben liegt am Standpunkt, der m.M.n. leider auch gerne falsch vermittelt wird.
Wer spendet, hat meist eine hohe Erwartungshaltung auf Zuk├╝nftiges.
Anstatt dass man davon ausgeht, das bereits Geleistete angemessen zu honorieren.

Spenden

In letzter Zeit fallen mir viele Seiten auf, die ihre User schon mit dem Hinweis auf Spendenm├Âglichkeiten begr├╝├čen.
Das ist mitunter genau so l├Ąstig, wie eingeblendete Werbung.

Ergebnis

Ich war schon immer der Meinung, dass eigentlich die Zugangsprovider und Suchmaschinen einen pauschalen Obulus an nichtkommerzielle Inhaltsanbieter entrichten m├╝ssten.
Oder man w├╝rde uns wenigstens Zugang, Domain und Webhosting erm├Ą├čigen, sowie gutes Handwerkszeug zur Verf├╝gung stellen.

Und ganz ├Ąhnlich ist es f├╝r mich inzwischen gekommen, wenn auch nicht durch die eigentlichen Nutznie├čer, die doch an der Attraktivit├Ąt des freien WWW das gr├Â├čte wirtschaftliche Interesse haben m├╝ssten.

Sicher ist manches, was ich ins Netz gebe, Geld wert.

Andererseits bekomme ich Vieles kostenfrei im freien WWW, mit einem so hohen Informationsgehalt, f├╝r den ich fr├╝her per Kurse, Fachliteratur und Zugangsaccount viel Geld investierte.

Niemand zwingt mich, Wissen und Erfahrungen aufzubereiten und im WWW weiter zu geben.
Diese Freiheit ist mir viel wert.
Lieber unbezahlt, als unterbezahlt.

Ausgaben - enorm gesunken

Zugangsprovider und Webhostingprovider bieten f├╝rs Surfen, wie f├╝r den Datentransfer l├Ąngst g├╝nstige Pauschalgeb├╝hren (Flat rate).

Beim neuen Provider ist auch SSL-Verschl├╝sselung im Preis des vServer-Paketes inbegriffen. Beim alten h├Ątte ich sie dazu buchen m├╝ssen.
Sogar Videos d├╝rfen auf diesem vServer gehostet werden. So etwas ist normalerweise recht kostenintensiv und kommt f├╝r ein nichtkommerzielles Angebot nicht in Betracht.
Das Hostingpaket ist beim neuen Provider sogar g├╝nstiger, als beim alten Webhoster.

Daher erwarte ich von Usern keine Beteiligung mehr an meinen Unkosten.

Mehr Datenschutz

Durch die geringeren Ausgaben kann ich Usern und mir einen besseren Datenschutz g├Ânnen.

Es werden keine Banner eingebunden und keine Cookies gesetzt.

Bei Facebook habe ich schon seit Jahren keinen Account mehr. Da ich YouTube und AdSense nicht mehr brauche, konnte ich meinen Account auch endlich bei Google k├╝ndigen.

Anderer Standpunkt statt zus├Ątzlicher Aufwand

Mir ist sehr wichtig, meine Projekte ordentlich im WWW aufzuziehen. Mehr unter Tests bitte hier weiterlesen ....

Ob meine Projekte gut zu finden sind, ist nicht mehr wichtig f├╝r mich.
Zugunsten von Subdomains, baue ich jeweils passende Domains, Mailaccounts und Accounts in den SN ab.
Weitere Auswirkungen ergeben sich durch den Umstieg vom CMS auf ZIM.

Ob 1, 10 oder 1.000 User t├Ąglich hier sind, ist ohne Bedeutung. Niemand sieht mehr den Sack umfallen und ├╝bersch├Ątzt die Bedeutung. Es kommt nur auf die eine Person an .... die inspiriert vielleicht woanders im freien WWW etwas Neues damit macht.

Nebeneffekt: Die Person, die sich f├╝rs Finden meiner Projekte Zeit nahm, wird mich nicht mit ├╝berzogenen Support-Anspr├╝chen behelligen, sondern sich erst mal selbst umschauen und Antworten entdecken.

Arbeitserleichterung

Die Umstellung vom CMS auf ZIM als HTML-Generator empfinde ich als besonders gro├če Erleichterung. Ich bleibe von der ersten Notiz bis zum Publizieren in der gewohnten Umgebung. Ich muss mich wesentlich weniger mit Wartung befassen.

Verantwortung ├╝bernehmen

Die erzeugten statischen Webseiten sind energiesparend. Und da es unkompliziert ist, f├╝r ZIM zu themen, kann ich leichter Verantwortung daf├╝r ├╝bernehmen, dass noch weniger Energie verschwendet wird, indem Videos und gr├Â├čere Bilder nicht schon direkt in den Flie├čtext eingebunden, sondern gewollt aufgerufen werden.

Ein CMS ist f├╝r mich auch nach vielen Jahren eher ein "Buch mit 7 Siegeln" geblieben. Beispielsweise hatte ich meine Verantwortung, Inhalte barrierearm anzubieten sozusagen hilflos-unschuldig an "die Macher" delegiert.

Genu├č-Steigerung

Mit ZIM ist also ├╝berraschenderweise wieder ein intensiverer Bezug zur Leistung und zu ihrer Qualit├Ąt entstanden.
Vergleichbar vielleicht mit dem Unterschied, ob ich ein Fertiggericht in die Microwelle schiebe, oder selbst koche.

Mehr Zeit und Aufmerksamkeit

Die Aufteilung meiner Schwerpunkte auf mehrere Browser mit entsprechend unterschiedlich bef├╝llten FeedReadern und Linklisten ist ungemein praktisch und ├╝bersichtlich.
Ich bin viel mehr genau da, wo ich geplant hatte, zu sein.

In kommerziellen sozialen Netzwerken muss ich nicht mehr unterwegs sein.
In nichtkommerziellen SN "reise ich mit leichtem Gep├Ąck". Da ich vorher den entsprechenden FeedReader konsultiere und so die meisten mich interessierenden Infos schon habe. Ich kann mich in den SN also v├Âllig der Kommunikation widmen, so sie denn stattfindet.

Neben den geringeren Kosten ist die Verbesserung durch Ma├čnahmen im Selbstmanagement deutlich sp├╝rbar.
Ich kann eine bessere Distanz zu den verschiedenen Themen (ein)halten und f├╝hle mich wesentlich weniger unter Druck, als fr├╝her.
Geleistetes ist hochwertiger, als fr├╝her, bei gef├╝hlt geringerem Aufwand.

Zufriedenheit: unbezahlbar.


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