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Wieso ich der Gesundheitspolitik misstraue

Durch meine früheren Erfahrungen als Raucherin und später durch meine Erlebnisse als Dampferin[?] bin ich davon überzeugt, dass es nicht um Gesundheit geht. Im Gegenteil, die Machthaber gehen über Leichen und das meine ich wörtlich.

Meine Mutter war tablettensüchtig. Hatte sie mich als Kleinkind verprügelt, wenn sie mich bei einer Lüge ertappte, so verprügelte sie mich als 9jährige, falls ich nicht gut genug in der Apotheke gelogen hatte und nur Halbmondtabletten statt ihrer geliebten, aber leider inzwischen rezeptpflichtigen Noludar mitbrachte. - Weiter will ich diese Kindheitsphase nicht ausbreiten. Ich weiß jedenfalls, was Sucht mit einem Menschen macht.

Rauchen in der Clique

Als 13jährige traf ich mich mit Schulfreunden, wann immer möglich. Rauchen gehörte für mich ganz selbstverständlich zum Erwachsenwerden dazu. - Auch dass wir als unter 16jährige mehr oder weniger heimlich zu rauchen hatten.

Prävention mit Folgen

In der Schule wurde uns ein Film gezeigt, der uns vor den Folgen des Rauchens eindringlich warnen sollte. Wir bekamen Bilder von erschreckend schwärzlichen Lungen zu sehen und Patienten, die in ihren Morgenmänteln vor der Klinik zum Rauchen zusammen standen und merkwürdige Geräte an den Kehlkopf halten mussten, um sich irgenwie mit einer technischen Stimme zu verständigen.

Danach beim Treffen mit den Freunden war zumindest ich dann auch entsprechend schockiert. Als ich zur leicht zittrig zur Zigarette griff, dachte ich noch: "

Wenn du dir die jetzt ansteckst, also dann bist du auf jeden Fall süchtig.

" - Tja ich steckte sie mir an.

Raucherkarriere

So begleitete mich die Zigarette gut 40 Jahre. - Aber bis zum heutigen Tag habe ich noch nie eine Schlaftablette angefasst.

Aufhörversuche

In späterer Zeit, bedingt durch die öffentliche Meinung, hätte ich es besser gefunden, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich bereitete mich aufwändig vor, gab einiges Geld aus und fiel regelmäßig auf die Schnauze:
• Ich nahm die Vorhänge ab, putzte die Wohnung, wusch die Wäsche und anschließend stürzte ich zum nächsten Zigarettenautomaten.
• Ich ging im Urlaub ins Bett und nahm mir vor, "morgen rauchst du nicht mehr." Prompt kam ich nicht aus dem Bett, sondern schlief und schlief, bis ich vor Kreuzschmerzen nicht mehr konnte, aufstand und los stürmte zur nächsten Zigarette.
• Ich holte mir Unterstützung mit Büchern und ich ließ mich akupunktieren.
• Nikotinkaugummis, da musste ich mir trotzdem eine anstecken und bekam prompt Schluckauf.

Selbstverachtung

War das Geld aus, wurden die Stummel zerlegt und neue gedreht.

Resignation

Wie viele Geburtstage und Silvester habe ich mir kaputt gemacht, weil ich mir immer wieder erfolglos vornahm, mit dem Rauchen aufzuhören.

Endlich fand ich mich damit ab, dass ich Raucherin bis zum "Bitteren Ende" bleiben würde.
Von da an ging es mir etwas besser.

Organspendeausweis

Ich und Organe spenden? So gerne ich helfe, aber da konnte ich nur bitter lächeln.
Durch die mediale Gehirnwäsche hielt ich mich innerlich doch für einen kompletten Müllhaufen.

Heute weiß ich, dass die Lunge in dem Film künstlich geschwärzt wurde. Und ich weiß, dass sogar durchaus auch Raucherlungen transplantiert wurden.

Genuss

Wenn ich ehrlich bin, ich mag das: ziehen, schmecken, spüren und den Schwaden nachschauen.

Konflikt mit Gestank und Gilb

So gerne ich rauchte, so lästig waren Gestank und Teerrückstände.

Verzweiflung

Vor über 10 Jahren hat es mich innerlich schier zerrissen.
Mein neues Atelier wollte ich rauchfrei halten. So war ich irgendwie immer am falschen Platz.
- Saß ich rauchend im Lichthof, hätte ich gerne drinnen einen spontanen Einfall ausprobieren wollen.
- War ich drin, fiel mir nichts ein und ich sehnte mich raus zum Rauchen.

Lösung: eZigarette[?]

Was für ein Glück, das es seit Kurzem eine neue Erfindung, eine "elektrische Zigarette" gab. Davon hatte ich zufällig gelesen. Ich trat einem entsprechenden Forum bei und bestellte mir zwei Exemplare.

Meine Hoffnung war, die Vormittage und Nachmittage mit jeweils nur einer kurzen Rauchpause zu unterbrechen, dafür aber im Atelier dampfen[?] zu dürfen.

Die Geräte kamen und taugten als zeitweise Alternative überraschenderweise sehr gut.

Von der Dual-Userin zur Dampferin[?]

Nach einigen Wochen ließ ich sogar die mittäglichen Zigaretten weg.

Danach wollte ich mal sehen, ob ich auch abends die Tabakzigarette durch die eZigarette ersetzen könnte. Ich startete sogar meinen Versuch mit Bier. - Nein kein Thema. Der Alkohol bewirkte nicht, dass ich zur Tabakzigarette griff.

Eines Abends fragte ich mich plötzlich, was wohl wäre, wenn ich mir morgens im Bett gezielt vornähme, aufzustehen und zum Kaffee die eZigarette zu nutzen, anstatt der Tabakzigaretten. - Entsprechend fassungslos realisierte ich, dass ich das ohne Probleme umsetzen konnte.

Ich war also die ersten Monate Dual-Userin und bin dann verblüffenderweise vollständig aufs Dampfen[?] umgestiegen.

Zum Glück war ich so früh dran

Nudging[?]: Zwar erlebte ich noch die Warnhinweise auf den Zigarettenpackungen, aber die verlogenen Bilder blieben mir wenigstens erspart.
Hätte man mir vor 10 Jahren gleich moralinsauer unter die Nase gerieben, dass die eZigarette allenfalls ein (allerletztes) Hilfsmittel wäre, um mit dem Rauchen aufzuhören, ich hätte sie nicht ausprobiert. Dachte ich doch, ich wüsste, dass ich das sowieso nicht schaffe.

Für mich war wichtig, dass sie als Alternative die eine oder andere Tabakzigarette ersetzen könnte. Und genau dazu war sie erst mal perfekt.

Hätte man die eZigarette damals schon umständlich als "mobilen Liquidverdampfer" bezeichnen müssen, wäre diese Erfindung wohl ebenfalls an mir vorbei gerauscht. Sie so umständlich zu bezeichnen ist nötig, um sie von Big-Tobaccos elektronischen Tabakverglimmern abzugrenzen. Der Reiz lag für mich im spannenden e bei der Vertrauten (Zigarette).

Rückfallgefahr?

Einige Wochen später kam dann noch der Abschlußtest: Ich steckte mir, nach einigen Tagen gründlichen Überlegens, eine Zigarette an.
Nein, sie schmeckte nicht schrecklich. Und nein, ich wurde nicht "rückfällig".

Da Rolf ja unbeirrt weiter rauchte, lagen durchaus mancherorts im Haus Zigaretten bereit. Ich hätte ja nie gedacht, dass ich alleine trotzdem aufzuhören könnte. War wirklich kein Problem. Wir respektieren uns. Rolf verteidigte mich z.B. an seinem Stammtisch gegenüber Rauchern, die sich durch mich, aufgrund medialer Fehlinformation, gefährdet wähnten.

Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl

Ich war also wirklich frei. So frei, wie ich mich in meinem ganzen Leben noch nicht gefühlt habe. Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl kehrten nicht zurück. Sie waren ja noch nie da. Aber sie konnten sich jetzt entwickeln.

Größtmögliche Unabhängigkeit

Je freier ich mich fühlte, desto größer wurde meine Wut auf Big-Tobacco.

Um mich dieses mal also so weit wie möglich von Produzenten und Händlern unabhängig zu machen, lernte ich Coils[?] selbst zu wickeln und meine Liquids[?] selbst zu mischen. Diese Fertigkeiten sind selbstverständlich bei unsereins mit fundiertem, aktuellem Hintergrundwissen gekoppelt.

Beides sollte noch aus ganz anderen Gründen relevant werden.

Wer ließe sich bieten, dass der Gesetzgeber das Selberkochen so beschränkt, dass lauter winzige abgepackter Mengen gekauft werden müssten, weil sich Kinder ja sonst vergiften könnten?

Genau das passierte mit der eZigarette. Ein eigenes Gesetz für diese völlig neue Art von Genußmittel bekam sie nicht. Sie und das Liquid[?] wurden gemäß der TPD2 der EU ausgerechnet zwischen Tabakprodukten eingeordnet, obwohl nichts verbrannt wird und kein Tabak enthalten ist.

Gefährliche Gesundheitspolitik

Nocebo-Effekt

Heute, also über zehn Jahre später, kann ich mir eingestehen, dass ich bei allem empfundenen schrecklichen Suchtdruck wohl niemals tabakzigarettensüchtig gewesen bin.

Der Schulfilm, steigende Tabaksteuer, permanente Warnungen und Einschränkungen lösten bei mir psychisch einfach einen Nocebo-Effekt aus.

Ich will nicht sagen, dass der Effekt auf alle Raucher zutrifft, auf manche aber vielleicht doch?

Gefährdung der Kinder und Jugendlichen

Es gibt offensichtlich kaum Studien über den Nocebo-Effekt. Aber dass es ihn gibt, ist bekannt. Spätestens seit der ersten sonntäglichen Gesundheitssendung im TV, wenn montags die Wartezimmer plötzlich überfüllt waren.

Bei allen Präventionsüberlegungen finde ich keine Hinweise darauf, dass sich die Verantwortlichen zumindest darüber Gedanken machen würden.

So empfinde ich es als unverantwortlich, wie auf Kinder und Jugendliche ständig mit Warnungen und Schockbildern eingewirkt wird.
- Es kann auch bei ihnen ein Nocebo-Effekt eintreten
- Es wird zumindest die Neugierde geweckt.

Es gibt keine Nikotinsucht, aber eine Tabaksucht

• Einmal angefangen zu rauchen, ist es für Jugendliche schwer, wieder aufzuhören.
• Einmal angenfangen zu dampfen, können sie es leicht auch wieder lassen.
Trotzdem haben die Verantwortlichen der eZigarette den Gateway-Effekt angedichtet.

Erwachsene

Ebenso unverantwortlich finde ich, dass das Dampfen gesellschaftlich keine Akzeptanz findet.

Man kann mit dem mobilen Liquidverdampfer das Rauchen aufgeben. Dampfen belastet Umwelt, Mitmenschen und sich selbst wesentlich weniger, als Rauchen von Tabakzigaretten. Obwohl die eZigarette vor 15 Jahren ihren weltweiten Siegeszug angetreten hat, ist an ihr noch kein Mensch gestorben.

Das sollte doch nach gesundem Menschenverstand genügen für ein Genußmittel. Dampfen muss nicht gesund sein. Kein Journalist käme auf die Idee, einen Partygast mit erhobenem Zeigefinger zu fragen, ob der Champagner denn gesund sei.

Ich würde ja gerne wissen, wie viele Exraucher ihren Ausstieg mit Tabletten kompensieren z.B. gegen Depressionen.

Dampfen ist gefährlich!

Liquid dampfen ist weitgehend ungefährlich für Nutzer und deren Umwelt (abgesehen von den eu-weit vorgeschriebenen künstlichen Müllmengen).

Aber Dampfen ist sehr gefährlich für:
• die Tabakbranche;
• die Rentenkasse. Umgestiegene Raucher regenerieren sich und ihre Lebenserwartung steigt;
• den Steuerhaushalt. exorbitante Lenkungssteuern ähnlich der Tabaksteuer, lassen sich nicht rechtfertigen;
• sämtliche Berufsangehörige und Aktionäre der Gesundheitsindustrie (Krankenhäuser, Ärzte, Therapeuten, Wissenschaftler, Pharmazeuten, Autoren, Verlage, ...);
NGOs, Aktivisten, Vereine und Organisationen der gut gemeinten Prävention;
Medien, da sie bei faktenbasierter Berichterstattung Probleme mit der Regierung bekämen und weil sie den Großteil ihrer Werbekunden (Pharma) verlören. Sie müssten sich neuen Themen zuwenden, wenn Rauchen und eZigarette als typische Aufreger weg fallen.

Gezielte Falschinformation spaltet und tötet

So wird klar, warum der eZigarette ein solcher Gegenwind entgegen bläst.

Ich erinnere mich noch mit Grauen an den Weltnichtrauchertag 2015 der WHO als man hierzulande völlig den eigentlichen Zweck aus den Augen verlor und statt dessen aus allen Rohren gegen die eZigarette schoss.
Dieses Jahr hat sich die WHO mit ihrer Social Media Kampagne derart selbst übertroffen, dass ob dieser Geschmacklosigkeit die Mainstreammedien wohl so peinlich berührt waren, dass sie den WNT ungewöhnlicherweise weitgehend unerwähnt ließen. Siehe z.B. Matze und DampfFreiheit.

Dass gesundheitspolitisch und medial der Bevölkerung vermittelt wird, mobile Liquidverdampfer (eZigaretten) seien genau so, wenn nicht sogar noch schädlicher, wie Tabakzigaretten, ist ein Verbrechen.

Meine Schwester war solch eine brave Patientin, die das geglaubt hat. Zum Schluss konnten wir unser Schweigen nicht mehr überwinden. Sie starb. Ich habe es erst Monate später zufällig gemerkt!

Aber immerhin: Rolf hat 8 Jahre nach mir mit dem Dampfen begonnen und ist, wie ich, dabei geblieben.

EU-weite Politik

Obwohl Schweden und Norwegen beispielsweise prima Nichtraucherzahlen ausweisen, gibt es in der EU ein Vertriebsverbot für Snus.

Nicht, dass Snus für mich infrage gekommen wäre. Mir geht es nun mal um den Genuss. Als freiheitsliebender Mensch empfinde ich die Gesetzgeber als ausgesprochen übergriffig, um nicht zu sagen mörderisch. Und das alles nur, um den Handel zu vereinheitlichen?!

Die aktuelle gesetzliche Entwicklung - den mobilen Liquidverdampfer unbedingt der Tabakzigarette gleichzusetzen, ist ein abscheuliches Verbrechen!

Anmerkung: Für Fragen und Anlaufstellen gibt es zum Dampfen eine eigene Linkliste.

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Kommentare

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Frank Otto Hinkelmann am :

Es war ein langer Kampf dieses Laster los werden. Über 10 Jahre hab ich gebraucht und genau wie beschrieben mein Gewissen immer schwerer belastet. Gut dass es jetzt leichtere Wege gibt. Ich kann jedem, der aufhören will, nur Mut machen. Es lohnt sich! Klein anfangen, zuerst reduzieren, dann einen halben Tag, dann der schwerste Schritt: ohne Ziggi ins Bett und unbedingt das erleichterte Gefühl am nächsten Morgen genießen. Denn man raucht ja aus Genuss und genauso ist auch die rauchfreie Morgenluft ein wahrer Genuss. Alles Gute allen Rauchern! :)

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